Kaufpreis

Der Kaufpreis einer Rassekatze

Oftmals sind Interessenten empört über den Kaufpreis einer Rassekatze. Schließlich will man doch “nur” ein Kätzchen zum Liebhaben und “Papiere” seien doch nicht wichtig! Schnell wird dann dem Züchter Profitsucht und Geldgier nachgesagt. Von dem “goldenen Hobby” ist die Rede .

Ich möchte diese Seite nicht nutzen, um uns Züchter zu rechtfertigen oder vorzurechnen, warum eine Rassekatze nun einmal ihren Preis hat. Es gibt viele Darstellungen und auch Gegendarstellungen im Internet. Beteuern die einen, dass ein seriöser Züchter nicht einen Cent an seiner Zucht verdient, meinen die anderen, dass es nicht gerechtfertigt ist, wenn der Züchter die Kosten aufrechnet und umlegt.

Eines ist jedoch auch in der Katzensucht Gesetz: “Qualität hat ihren Preis!”

Kaufpreis Heilige Birma
Heilige Birma in seal-tabby-point,
„Xhia von der weißen Fee“

Unterschiede im Kaufpreis gibt es zwischen den verschiedenen Rassen: Seltene und schwer zu züchtende Rassen sind meist etwas teurer. Auch kosten “Liebhabertiere” weniger als Tiere für Zucht und Ausstellung. Unterschiede gibt es auch regional, hier lohnt es sich manchmal, etwas genauer zu suchen.


Mixkatzen und Mitleidskäufe

Oftmals lese ich in Anzeigen “Reinrassige Heilige-Birma-Kitten für 500 € abzugeben…..” Wenn ich mir dann das dazugehörige Foto anschaue, haben die vermeintlichen Birmas nicht einmal einen winzigsten Weißanteil an den Füßen oder zeigen eindeutige Anzeichen anderer, einmal eingekreuzter Rassen. Mit Sicherheit ist das angebotenen Kitte keine echten Birma sondern ein Mixkätzchen mit dem Pointgen im Gepäck.

Bei seriösen Züchter wird man auch nie lesen, dass eine “reinrassige” Birmakatze abzugeben ist, denn Tiere mit Ahnennachweis sind immer reinrassig.

Warnen möchte ich auch vor “Mitleidskäufen” auf Märkten oder gar in Zoohandlungen. Vielleicht bekommt man mitunter eine “Rassekatze” zu einem niedrig erscheinenden Preis inclusive ein paar Würmer, Flöhe, Zecken und Ohrmilben und natürlich ohne jede Impfung. Die so vermeintlich billige Katze kostet ihren neuen Besitzer dann schnell einmal 300 Euro und mehr an Tierarztkosten als “Anschaffungspreis”. Nachbehandlung und Folgekosten sind garantiert!

Man bedenke auch, dass das Kätzchen in der Haltung Kosten verursachen wird. Futter, Streu, Kratzmöglichkeiten, Spielzeug, Schlafplätze, Impfungen und andere Tierarztkosten – bei all dem kommt einiges zusammen, so dass man mit ca. 100 Euro je Monat an laufenden Kosten rechnen muss. Kann man sich das alles leisten, oder wird gespart werden müssen? Zum Beispiel bei den Impfungen? Dann ist eine Katzenhaltung doch zu überdenken.

Ist der Kaufpreis jedoch prinzipiell zu hoch und möchte man die Leistung des Züchters nicht entlohnen, dann soll man sich doch lieber ein Tier aus dem Tierheim holen. Dort gibt es viele Hunde und Katzen, auch mitunter Rassekatzen. Damit tut man etwas Gutes und unterstützt nicht die Schwarz- und Massenzüchter. Aber eines ist Fakt: Auch Tierheime geben die Tiere nur gegen eine Schutzgebühr und nur an verantwortungsbewusste Menschen heraus.


Was kostet nun „so eine“ Katze?

Mixkatzen, also Katzen ohne Ahnentafel, werden inzwischen für einen Kaufpreis von ca 500 Euro angeboten.

Rassekatzen mit Ahnentafel für Liebhaber, also wirklich reinrassigen Katzen, die nicht in der Zucht eingesetzt werden, haben je nach Rasse und Farbe einen Kaufpreis von 650 bis 1.000 Euro.

Kaufpreis Britisch Langhaar
Britisch Langhaar in blue-tortie, Jungtier,
„Kiwi-Khaleesi von der weißen Fee“

Die Suche nach einer Schnäppchenkatze

Abschließend ein paar Worte an alle Unbelehrbaren, die hier nun trotzdem noch auf der Suche nach einer “Schnäppchenkatze” sind:

Für meine Katzen und die Aufzucht ihres Nachwuchses opfere ich einen Großteil meiner Zeit, meiner Kraft und auch meines Geldes. Ich verbiete mir daher Anfragen von Menschen, die bei mir eine Katze zu Dumpingpreisen haben möchten oder über den Preis verhandeln möchten, so wie auf einem Flohmarkt.

Ich kann kein Kitten zu Schnäppchenpreisen abgeben. Ein seriöser Züchter hat hohe Ausgaben für Vorsorge und Tierarztbehandlungen, gesunde Ernährung, artgerechte Haltung, verantwortungsvolle Aufzucht. Das Züchten von Katzen ist inzwischen in Deutschland genauso teuer wie das Züchten von Hunden. Deshalb werden Sie von keinem seriösen Züchter in Deutschland Katzenwelpen zu Dumpingpreisen erhalten.

Die Aufzucht eines Wurfes erfordert außerdem mehr als Geld – Zeit und Fürsorge, die mit keinem Geld der Welt zu bezahlen sind. Es ist für uns Züchter ein Full-Time-Job, ohne Pausen, Wochenende, Urlaub! Rund um die Uhr sind wir für unsere Katzen und deren Kitten da, auch nachts, wenn Sie mit Flasche genährt werden müssen oder einmal krank sind. Bedenken Sie auch das, wenn Sie auf Schnäppchenjagd sind.

Ich lasse mich auf keine Preisverhandlungen ein. Auch Ratenzahlungen sind nicht möglich, da die Zahlungsmoral der Deutschen bei Ratenverpflichtungen nicht vertrauenswürdig ist. Ich stehe nicht unter Druck, meine Kitten “so schnell wie möglich los zu werden”!

Billigkatzen aus Massenproduktion finden Sie bei mir nicht!

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